Der 33-Jährige, der sich in der vergangenen Woche bereits den WM-Titel im Zweierbob sichern konnte, erwischte dabei einen Traumstart und legte mit seiner ersten Fahrt in einer Zeit von 53,12 Sekunden direkt einen Bahnrekord hin, den bis dato Nico Walther innehatte (53,48 Sekunden im März 2015). Mit einer Gesamtzeit von 1:47,18 Minuten nach zwei Durchgängen hat Friedrich 27 Hundertstelsekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Johannes Lochner (mit Florian Bauer, Erec Bruckert, Georg Fleischhauer). Ein hartes und enges Rennen wird es am Schlusstag noch um die Bronzemedaille geben. Adam Ammour (mit Issam Ammour, Benedikt Hertel und Rupert Schenk) schob sich mit einem starken zweiten Lauf noch auf Platz drei und hat fünf Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Letten Emils Cipulis (mit Davis Springis, Matiss Miknis, Krists Lindenblats). „Wenn wir den dritten Platz halten könnten, wäre das super. Allerdings müssen wir morgen dazu noch ein bisschen was drauflegen“, sagte Adam Ammour.
Bei den zahlreichen Niederländern unter den Zuschauern in der VELTINS-EisArena war es auch für den Bob von Dave Wesselink ein Heimspiel. Dessen Anschieber Jelen Franjic zeigte sich begeistert: „Es ist großartig zu sehen, wie viele Niederländer hier sind, und es ist generell großartig zu sehen, wie viele Zuschauer unseren Sport hier unterstützen.“ Mit Platz 16 nach zwei Läufen haben die Niederländer aber nichts mit den vorderen Plätzen zu tun. Franjic erklärt warum: „Dave ist ein neuer Pilot. Es ist seine erste Saison, in der er den Viererbob fährt. Wir haben keine hohen Erwartungen. Wir sind gut am Start, aber gerade im zweiten Lauf haben wir viel in der Bahn verloren.“
Am Sonntag, 3. März, ab 14 Uhr bilden die beiden verbliebenen Läufe im Viererbob der Herren in der VELTINS-EisArena den Abschluss der Weltmeisterschaft in Winterberg.
Bildnachweis: Team Friedrich am Start; Der VELTINS-Kreisel mit toller Stimmung, ©Dietmar Reker