A A A

Julia Taubitz krönt sich in Winterberg erstmals zur Europameisterin

28-Jährige fährt in beiden Einsitzer-Durchgängen jeweils Bahnrekord

Winterberg. (Famp) Großer Jubel in Schwarz-Rot-Gold zum Abschluss des ersten Wettkampftages beim 6. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup und der 56. Europameisterschaft in der VELTINS-EisArena in Winterberg: Julia Taubitz gewann den Einsitzer-Weltcup der Frauen und krönte sich darüber hinaus zum ersten Mal in ihrer Laufbahn zur Europameisterin. Der Weltcup und die Europameisterschaft wurden, wie auch die anderen Konkurrenzen, als Race-in-Race ausgetragen.

Sie kam nach dem Rennen kaum noch aus dem Grinsen heraus: Julia Taubitz freute sich riesig über ihren Erfolg in Winterberg und den damit verbundenen Europameister-Titel. „Endlich Europameisterin! Es hat lange gedauert. Ich habe in den vergangenen Wochen viel mental gearbeitet und war hier richtig gut fokussiert. Ich habe es genossen, die Bahn hinunterzufahren“, sagte die frisch gebackene Europameisterin nach dem Rennen im Zielbereich. Und das machte Julia Taubitz richtig gut. Schon im ersten Durchgang legte die 28-Jähirige mit einer Zeit von 54,806 Sekunden einen Bahnrekord hin. Nur 17 Tausendstelsekunden dahinter landete Madeleine Egle aus Österreich vor Ashley Farquharson aus den USA (82 Tausendstelsekunden Rückstand).

Dieses Trio sollte auch im zweiten Durchgang den Sieg unter sich ausmachen. Allerdings zeigte die Drittplatzierte Ashley Farquharson Nerven und legte einen verpatzten Start hin, der sie bis auf den 15. Platz zurückfallen ließ. Die Weltcupführende Madeleine Egle legte dagegen einen sauberen Lauf hin und übernahm zunächst die Führung (Gesamtzeit 1:49,780 Minuten). Die Österreicherin durfte dann auch hoffen, am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen. Denn Julia Taubitz legte keinen guten Start hin und lag bei den weiteren Zwischenzeiten zunächst hinter Egle. „Ich bin eine Schnecke am Start und habe auch Angst vor dem Starteck hier. Ich wusste, dass ich richtig gut in der Bahn fahren muss und das hat gut funktioniert“, erklärte Julia Taubitz. Das machte Taubitz anschließend in der Tat und kam mit einer Gesamtzeit von 1:49,582 Minuten sowie neuem Bahnrekord (54,776 Sekunden) ins Ziel. Am Ende betrug der Vorsprung auf Platz zwei knapp zwei Zehntelsekunden.

Bildnachweis: Deutsches Damen Trio freut sich über den Sieg, ©Dietmar Reker