Es war damit das achte Gold im Zweierbob bei einer Weltmeisterschaft für Friedrich. Schon im dritten Lauf ließ der Führende Francesco Friedrich keine Zweifel aufkommen, an wen das WM-Gold in der letzten Konkurrenz der ersten Weltmeisterschafts-Woche in Winterberg gehen sollte mit einer Zeit von 54,39 Sekunden verbesserte der 33-Jährige direkt seinen Bahnrekord und hatte vor dem entscheidenden Durchgang bereits 45 Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Brüder Adam und Issam Ammour. Im vierten und letzten Lauf genügte eine „Sicherheitsfahrt“, um am Erfolg nichts mehr anbrennen zu lassen. Mit einer Gesamtzeit von 3:38,27 Minuten hatte Friedrich am Ende 34 Hundertstelsekunden Vorsprung.
Das sehr starke deutsche Ergebnis komplettierten Johannes Lochner und Georg Fleischhauer mit dem dritten Platz und der Bronzemedaille ab. Für Lochner war es ein Happy End nach dem Sturz beim Weltcup in Altenberg. „Ich bin froh, dass ich hier war und fahren konnte. Hut ab vor den Ärzten und Physios, was die geschafft haben. Normalerweise müsste ich im Bett liegen und mich nicht bewegen“, sagte Lochner.
Bundestrainer René Spies war sehr zufrieden mit dem Abschneiden: „Alle drei haben es überragend gemacht. Hansi war schwerer gehandicapt als gedacht und daher bin ich froh, dass er Dritter wurde. Der zweite Platz von Adam ist unglaublich und ich freue mich sehr für ihn. Und Francesco hat wieder einmal gezeigt, dass wenn es drauf ankommt, der Sieg nur über ihn führt.“
Überragend war auch die Zuschauerresonanz am letzten Wettkampftag der ersten Weltmeisterschaftswoche. Insgesamt 2300 Zuschauer kamen in die VELTINS-EisArena und sorgten damit für den bisher mit bestbesuchtesten Tag. „Das sind schöne Bilder: Weit über 10.000 Leute bei allen Veranstaltungen rund um die WM. Ich denke, besser kann es kaum laufen“, zeigte sich der Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg Stephan Pieper begeistert von der Atmosphäre und Resonanz bei der ersten WM-Woche.
Ebenfalls hocherfreut über die Bilanz zur Halbzeit bei der Heimweltmeisterschaft ist der Vorsitzende des Bob- und Schlittenverband für Deutschland, Thomas Schwab. Er sagte: „Es waren sehr schöne Wettbewerbe. Gratulation an den Veranstalter. Es ist alles perfekt organisiert und sportlich sind wir in allen Disziplinen über dem Soll vom Skeleton bis zu den beiden Bobdisziplinen.“
Bildnachweis: Flower Ceremony der Herren im Zweierbob, ©Dietmar Reker