Winterberg. (ske) Passend zum ersten Welt-Rodel-Tag am 19. Januar mit weltweit zahlreichen Aktionen feierten Winterberg und die Region zwei Wettkampftage ein umfassendes, großes Rodel-Fest. Sonnenschein, purzelnde Bahnrekorde, perfekte Organisation, grandiose Atmosphäre: Das Fest hätte kaum schöner sein können und ließ die Herzen aller Beteiligten höherschlagen. Die neuen Doppelsitzer-Europameister Tobias Wendl und Tobias Arlt, die im ersten und zweiten Lauf jeweils einen neuen Bahnrekord aufstellten, zudem ihren 55. Weltcupsieg feierten, fassten es treffend zusammen: „Danke für wunderbare Rodeltage. Es herrschten perfekte Bedingungen.“ Felix Loch fühlte sich sogar „wie in St. Moritz“ und genoss die drei Winterberger Tage. Rodel-Legende Georg Hackl, Österreichs Trainer für Fahr- und Schlittentechnik, wagte die Prognose, dass die neuen Bahnrekorde lange Bestand haben werden. „Besser kann eine Bahn kaum stehen.“ Hackl hatte in seiner lange Karriere 1989 in Winterberg seinen ersten WM-Titel gewonnen.
Auch für Stephan Pieper, Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg (SZW), waren der 6. EBERSPÄCHER Weltcup und die 56. Europameisterschaften ein Event, das allen Beteiligten und den 1.750 Zuschauern lange in Erinnerung bleiben wird. „Ich bin mega-stolz. Es herrschte eine Bombenstimmung in und an der Bahn. Das Eis war der Wahnsinn.“ Gleichzeitig lobte Pieper die „geniale Teamleistung“ des SZW und die der Ausrichtergemeinschaft mit dem BRC Hallenberg. 1. Vorsitzender des BRC Hallenberg, Hans-Jürgen Köhne, war ebenfalls regelrecht begeistert. Das gilt auch für die Helferinnen und Helfer des BRC, auch bei ihnen sah man strahlende Gesichter. Köhne weiß, dass auf sein eingespieltes Team jederzeit Verlass ist - nicht nur bei Sonnenschein.
Sportlich hatte sich - zumindest was die obersten Siegertreppchen betrifft - wie erwartet das Duell Deutschland gegen Österreich abgezeichnet. Fünf Disziplinen umfasste das Renn-Programm. 2:2 stand es vor der abschließenden Team-Staffel. Julia Taubitz sowie das Doppel Wendl/Arlt für Deutschland, Selina Egle/Lara Kipp sowie Jonas Müller für Österreich gewannen Gold. Die Team-Staffel gewann Österreich vor Deutschland und verbuchte damit den dritten Sieg.
Bei der letzten EM auf seiner Heimbahn in Igls 2024 hatte das Team Österreich vier von fünf Siegen errungen. Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal im Doppelsitzer wurden hier für das BSD-Team mit Gold dekoriert. In Winterberg landeten sie auf dem zweiten Platz, trotz Bahnrekord im zweiten Wertungslauf. „Ein kleiner Fehler“ (Rosenthal) im unteren Bereich hatte den beiden den Sieg gekostet.
Bildnachweis: Zuschauer beim EBERSPÄCHER Rodel Weltcup,
©Dietmar Reker